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Birmakatzenkongress

1. Birmakatzenkongress 2009 in Köln

Am Samstag, den 20. Juni 2009, fand unser 1. Birmakatzenkongress statt. Wir als Veranstalter waren wohl ebenso gespannt wie die Teilnehmer, die erfreulicherweise auch weitere Anreisen aus Süd- und Norddeutschland, sowie aus Belgien und den Niederlanden nicht gescheut haben.

Natürlich konnten die beiden Vorsitzenden des GBBC, Bettina Suvi Rode (Las Perlas-sin) und Uwe Thomas (Las Palma’s), nicht alle Vorbereitungen selbst erledigen.
Eva Zube (Eve’s Island) hatte sich im Vorfeld um die Organisation nicht nur des leiblichen Wohles gekümmert und sorgte den ganzen Tag dafür, dass es den Teilnehmern in dieser Richtung an nichts fehlte. Tatkräftig unterstützt wurde sie während des Kongresses von Ursula Thomas (Las Palma’s) und Ingrid Elberich (Sweet Elbie’s). Es weiß wohl jeder, wie wichtiger dies für die Zufriedenheit der Anwesenden ist. Herzlichen Dank Eva, Ursula und Ingrid!

Bedauerlicherweise ging bei unserer Premiere erst einmal etwas schief. Da der zur Verfügung gestellte Beamer leider zunächst nicht genutzt werden konnte, erfolgte die Begrüßung der Anwesenden, die durch Bettina Rode und Uwe Thomas erfolgte, reichlich verspätet.
Die gesamte Präsentation war auf den Beamer abgestellt, und da dieser nicht funktionierte, musste Frau Rode kurzerhand ihr Konzept umwerfen und improvisieren. Improvisation gelingt, wenn man ein Meister seines Faches ist – und das ist bei ihr unbestritten der Fall! So geriet der Teil, der der Geschichte der Birmakatze gewidmet war, in Ermangelung von Anschauungsmaterial wesentlich kürzer als geplant, die Entwicklung der neuen Farben Cinnamon und Fawn wurde nur kurz angerissen, und der weltweite Typvergleich der Birmakatzen musste leider ganz entfallen, da die Bilder der Präsentation nicht „an die Wand geworfen“ werden konnten. Stattdessen gab es dann „lebendigen Unterricht“ im wahrsten Sinne des Wortes. Anhand von Birma-Nachwuchs im Alter von 13 – 15 Wochen wurden die unterschiedlichen Typen und die Morphologie erklärt, was auf großes Interesse stieß. Ein lockeres Gespräch über die manchmal verschlungenen Wege, Zuchtziele zu erreichen, rundete diesen Teil ab.

Nach anfänglicher Zurückhaltung brachten sich die Teilnehmer mit ihren Erfahrungen immer mehr ein als es um genetische Defekte ging. Wohl jeder Züchter macht im Laufe seiner „aktiven“ Zeit damit unfreiwillig Bekanntschaft.
Aktuelle Erkenntnisse und Ergebnisse aus dem Bereich der Forschung u. a. zu den Themen FIP und PSS wurden vorgestellt.

Nachdem zwischenzeitlich in einem nicht vorhandenen Spezialkabel der Grund für das Nicht-Funktionieren des Beamers festgestellt und dies besorgt worden war (wie gut, wenn man einen Informatiker dabei hat – besten Dank Herr Bildat!), ging es dann mit Bildmaterial „an der Wand“ weiter.

Zum Thema Pigmentstörungen referierte zunächst Sascha Drüppel (von Samian) in Wort und Bild über einen interessanten „Fall“.
Im Anschluss daran wurde wiederum anhand von erstaunlichen Bildern, die uns dankenswerter Weise zur Verfügung gestellt wurden, gezeigt, wie sich die Points eines seal Point Birmakaters im Laufe der Jahre depigmentiert haben, nachdem sich bis zum Alter von ca. 1 Jahr keinerlei Auffälligkeiten zeigten. Eine Krankheit wurde medizinischerseits ausgeschlossen; woher dieser Farbverlust kommt, kann nicht festgestellt werden.

Ein weiteres in der Züchterszene heiß diskutiertes Thema sind die sogenannten Wobbler, da viele Betroffene noch immer von ihren Tierärzten aufgefordert werden, diese Kitten einschläfern zu lassen. Eine Züchterin aus Norddeutschland hatte sich auf den Weg nach Köln gemacht, um diesbezüglich über ihre eigenen Erfahrungen zu berichten und für diese Kitten eine Bresche zu schlagen.

Nach einem kurzen „Ausflug“ zu den Tabbyvarianten gab es noch einen Einblick in die „Silberzucht“ und deren Problematik.

Es ist nicht leicht, nach einem langen Tag die Aufmerksamkeit der Teilnehmer zu erreichen. Kerstin Hasse-Schieder (Icefire, Belgien) gelang dies in ihrem interessanten und amüsanten Vortrag zum Thema „Grooming – wie mache ich meine Katze showtauglich?“ aber mühelos. Damit endete dann der Tag viel später als geplant.

Viele Themen konnten leider nur kurz angerissen werden, andere wurden gar nicht erwähnt – es wäre auch mit einem von Anfang an funktionierenden Beamer viel zu viel für einen Tag gewesen, wie sich herausstellte. (Deswegen wird es im nächsten Jahr auch nur ein Thema geben, dass dann ausführlicher behandelt wird...)

Wir bedanken uns bei den Teilnehmern, die alle gemeinsam eine Atmosphäre des Vertrauens schufen, in der sich (hoffentlich) jeder wohlfühlte und ein vorurteilsfreies offenes Miteinander möglich wurde und auch erfolgte.
Das ließ diesen Kongress für uns zu einem Erfolg werden – und wie wir hoffen, auch für Sie!

Ihr GBBC-Team